Vielen Dank für alle Blog-Kommentare. Es ist sehr aufmunternd Nachrichten aus der Heimat zu empfangen. UND: Ihr lest den Blog - umso besser! Wir sitzen gerade in einem Café in Siem Reap und haben gefrühstückt - es ist gleich 13Uhr. Heute lassen wir es ruhiger angehen, nachdem wir zwei Tage Tempel satt hatten - mit dem Fahrrad. Insgesamt 25 Kilometer am ersten Tag und 38 Kilometer am zweiten Tag. Alle wichtigen Tempel haben wir besichtigt und auch wenn sie wirklich alle unterschiedlich sind und es sich tatsächlich lohnt, auch fünf Tage hier zu bleiben, wir sind jetzt bereits übertempelt.

Angkor Wat

Gestern sind wir den ganzen Tag im Bus unterwegs gewesen von sieben Uhr morgens bis 19:30 Uhr. Wir sind von Kampot an der Küste über Phnom Penh nach Siem Reap gefahren. Morgen beginnt unser drei Tagesmarathon „Tempel anschauen“. Unsere Tage an der Küste waren dieses Mal alles andere als entspannend. Am Montag sind wir zwar noch mit Fahrrädern durch die Gegend geradelt, doch die erste Nacht hat uns fast um den Schlaf gebracht. Unser Bett im Holzbungalow mit Blick auf Palmen und den Fluss war feucht und roch modrig, das Moskitonetz war löchrig und übersät mit Vogelkacke und das Gemeinschaftsbad war ebenfalls widerlich und nur über eine steile Treppe zu erreichen. Doch eine super Tour in den Bokor Nationalpark zu einer Geisterstadt hat das wieder ausgeglichen – auch wenn es sehr anstrengend war und ich noch nie so sehr geschwitzt habe.

Bungalow Kampot

Sieht toll aus, war aber alles andere als toll.

Kampot bei Nacht

Kampot am späten Abend - das war auch noch nett!!!

25.10.2009

Pol Pots Erbe

Gestern und heute haben wir uns das Tuol Sleng Museum, das ehemalige Gefaengnis des Pol Pot Regimes in Phom Penh angeschaut und die so genannten Killing Fields, wohin die Gefangenen nach dem Gefaengnis gebracht und ermordet wurden.

Es war sehr schwer durch die Zellen des Gefaengnisses zu gehen und sich vorzustellen, wie die Gefangenen damals dort angekettet auf ihren Tod gewartet haben mussten. Heute ist das Gefaengnis, das einst eine Schule war, ein recht friedlicher Ort mit zahlreichen Baemen und einer Wiese - fast idyllisch, wenn da nicht immer die Erinnerung an die grausame Vergangenheit waere.

Tuol Sleng

25.10.2009

Phnom Penh Wahnsinn

„Want a moto?“ – „Want a bike?“ – Want a Tuk-Tuk?” – immer wieder prasselten diese Fragen auf uns ein, als wir aus dem Schnellboot vom Chau Doc nach Phnom Penh ausstiegen. Schnell – in fünf Stunden! Nicht, dass die Vietnamesen nicht auch ständig nach „Want a bike?“ gefragt hätten, aber die Kambodschaner sind hartnaeckiger. Fragen immer wieder, kaum hat man einen abgewimmelt, kommt der nächste – als hätte er nicht gerade gesehen, dass wir seinen Kollegen abgewiesen haben. Da wir also keine Lust aufs Fahren hatten, liefen wir zum Hotel – eine Stunde vollbepackt durch die Hitze Phnom Penhs.
Phnom Penh

Mit diesem Titel sind weder die Vietnamesen, noch andere Völker oder Ethnien gemeint, sondern wir - unsere kleine Reisegruppe. Wir sind gestern wohlbehütet im Mekong-Delta angekommen und natürlich gleich auf kulinarische Entdeckungstour gegangen. Ratten standen auch auf unserer Liste, doch leider haben wir sie gestern nur zahlreich in lebendiger Form direkt am Mekong-Ufer in Can Tho gesehen. Dafür haben wir einen “Floating Market” besucht, sind durch die Kanäle des Mekong geschippert und haben Frosch und Schlange gegessen. Heute nun sind wir in Chau Doc angekommen an der vietnamesisch-kambodschanischen Grenze - unsere letzte Station in Vietnam. Morgen (Freitag) früh fahren wir mit dem Schnellboot nach Phnom Penh.

Mekong 1

“Schwimmender Markt” in der Nähe von My Tho

Seit fast drei Wochen esse ich täglich mindestens einmal Reis - und das obwohl ich Reis nicht so gern esse. Zumindest in Deutschland. In Vietnam - dem zweitgrößten Reisexporteur der Welt hinter Thailand - ist das anders. Der Reis schmeckt mir einfach besser.

An jeder Ecke und in jedem Restaurant kann man “Com” - Reis bekommen. Fast zu jedem Gericht, ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder Tofu wird Reis gereicht, manchmal auch Reisnudeln. Besonders gern schmecken frische Frühlingsrollen, die aus frischen Kräutern, Gemüse, Fisch oder Fleisch bestehen und in Reispapier eingewickelt werden. Ohne Reis geht in Vietnam also gar nichts!

Reisfeld in Ninh Binh

Reisfeld in Ninh Binh

Morgen früh brechen wir auf ins Mekong-Delta und verbringen zwei Nächte dort, bevor wir per Boot nach Kambodscha weiterfahren. Ob wir dort Zugang zum Internet haben werden, weiß ich nicht. Daher kann es sein, dass der Blog erstmal nicht akualisiert wird. Sobald ich kann, schreibe ich natürlich, wo wir uns herumtreiben und was wir erlebt haben.

Pouyeh und Nicole

Saigon – die schillernde und lebendige Metropole im Süden Vietnams. Beim Schlendern durch die Straßen und Gassen wird man von Reizen überflutet: hupende Autos und Motorräder, kleine mobile Sandwichstände und Suppenküchen, Obst- und Gemüsestände, Fischstände, Bäckereien und und und… Ich mag Saigon – lieber als Hanoi, die Hauptstadt und Metropole im Norden. Saigon ist moderner, offener. Kleiner Schönheitsfehler: hier laufen noch mehr Touristen herum.Motos

Vorgestern sind wir aus Da Lat geflohen: Es war kalt und verregnet. Solches Wetter haben wir ja auch in Deutschland, deshalb sind wir schnell wieder an die Küste nach Mui Ne gefahren und lagen erstmal faul am Strand, machten lange Spaziergänge oder Ausflüge mit dem Fahrrad in ein Fischerdorf und zu riesigen, rotgelben Sanddünen. In Mui Ne sind wir in einem Bungalow direkt am Meer untergebracht - etwa fünf Meter vom Strand entfernt.

Bungalowanlage

Meer

Trekking stand heute auf unserem Programm - 18 Kilometer durch Da Lats Pinienwaelder, ueber Haengebruecken, vorbei an Kaffeeplantagen und ueber Baeche springend. Am Ende besuchten wir auch ein Dorf, in dem eine ethnische Minderheit wohnt, die Chills. Sofort hat uns dort ein Mann Tee serviert und fuer uns Gitarre gespielt. (mit Videos!!!)

Trekking-Gruppe

Am Ende waren wir total geschafft, unser Trekking-Guide haette wahrscheinlich nochmal 18 Kilometer laufen koennen.


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