29.10.2013

Wir sind am Ende…

…nicht unserer Kräfte, aber unserer gemeinsamen Zeit. Zwei Wochen sind wirklich wie im Flug vergangenen. Morgen geben wir bereits unser mobiles Zuhause in Brisbane ab und verbringen eine Nacht gemeinsam im Hostel, im 14er-Zimmer. Ich mag noch gar nicht daran denken, denn im Campervan haben wir tolle Tage und Nächte am Strand und in den Bergen verbracht…

Bei unserer 17,5 km-Wanderung durch den Regenwald in den Green Mountains

...am Strand mit den Surfern von Coffs Harbour

22.10.2013

Up and down

Vor fast einer Woche bin ich am frühen Morgen  in Sydney gelandet. Und seither haben wir nur gutgelaunte, entspannte, hilfsbereite Australier getroffen, die uns Sachen schenken, Infos geben, aushelfen – der Wahnsinn. Ich bin immer wieder begeistert und verliebe mich in diesen Kontinent. Zumal wir ganz entspannt mit unserem Campervan unterwegs sind und völlig frei hier und da halten, übernachten, wandern, sporteln und entspannen.  
Unser neues Heim in Australien

 

Mein neuer bester Freund: der Koala

 

Dritte Station meiner Pilgerreise: Amritsar – die “Hauptstadt” der Sikhs. Hier steht der goldene Tempel, hier steht der silberne Tempel, der Mata-Tempel für Fruchtbarkeit und und und… Ich habe sie alle besucht.

Und ich war bezaubert. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Zeit und so gerne meine Zeit in Tempeln verbracht – morgens, mittags, abends, um alle Stimmungen mitzuerleben.

Am Abend am goldenen Tempel

Eher überflüssig war dagegen mein Ausflug an die indisch-pakistanische Grenze, um den Wachwechsel mitzuerleben. Man sollte eben doch nicht alles machen, was der Reiseführer empfiehlt.

24.07.2013

Heilige Erleuchtung

Station zwei meiner Pilgerreise: der Santosh Puri Ashram in Haridwar – fünf Tage voller Ruhe, Yoga, Meditation und Karma Yoga. Leila und ich waren hier kurz an einem Nachmittag im Mai – nur zu Besuch. Nun kam das Experiment für mich: Kann ich das länger aushalten? Die Antwort: Ja und wie. Ich hatte auch sehr angenehme Mit-Gäste aus Deutschland und Bulgarien.

Ein Paradies, in dem viel wächst, was hier auf den Teller kommt

Und: Ich habe Mataji endlich kennen gelernt. Die Mutter des Ashrams, eine Deutsche, die vor mehr als 45 Jahren nach Indien kam.

Seit ich ohne Leila unterwegs bin, reise ich von einem heiligen Ort zum nächsten. Ist ja auch nicht schwer in Indien: Viele Religionen, viele Orte, an denen jemand etwas Heiliges hat fallen lassen, meditierte oder Erleuchtung fand. Und das quer durch viele Religionen. Ich konzentriere mich derzeit auf Hinduismus, Buddhismus und Sikhismus. Tempel, Aarti, Pooja, meditieren, Glockenläuten und durch heiliges Wasser waten. ;)

Angefangen hat alles in Pushkar, bekannt für den größten Kamel-Markt der Welt im Oktober/November und ganzjährig als Hindu-Pilgerstätte in Rajasthan. Hier hat Brahma eine Lotusblume fallen lassen. An dieser Stelle ist heute der heilige See, an deren Ghats tausende Hindus ein Bad nehmen.

Fotos der Ghats und Badenden aus der Nähe sind verboten

UND: In Pushkar steht  einer der wenigen Brahma-Tempel weltweit. Gelesen habe ich sogar der einzige in Indien. Das kleine Pushkar hat hunderte Tempel, wirklich alle zwei Meter einen. Doch Brahma-Besonderheit hin oder her: Als Atheistin sehe ich die Pilgerei als Sport. Jeder Tempel auf Bergen reizt mich eher und so startete ich statt Brahma einen Besuch abzustatten direkt mit einer 6-Uhr-Wanderung auf den Savitri-Tempel, hoch oben auf einem Berg. Begegnet bin ich dabei Rakesh – dem nettesten Teeverkäufer Indiens.

Schlangen in Ahmedabad im Sack, Aufnahmegerät eingemottet, Notizblock tief unten im Rucksack verstaut: Urlaub. Zwei Tage in Indien zusammen, bevor jede von uns ihrer Wege geht. Als letzte gemeinsame Station dieser Indienreise hatten wir uns Udaipur ausgesucht, ein Abstecher nach Rajasthan.

Die Beschreibung im Reiseführer klang schon vielversprechend: “Umrundet von ockerfarbenen Hügeln…” Ganz so ockerfarben waren die Hügel nicht mehr, denn vor knapp zwei Wochen hatte die Regenzeit auch in Rajasthan eingesetzt. Kurz nach den ersten Regenfällen erblühte alles und aus ockerfarbenen wurden saftig grüne Hügel, die man leider auf dem Bild nicht wirklich sehen kann.

10.07.2013

Zischelnde Götter

Einen Großteil unserer letzten gemeinsamen Woche haben Leila und ich in Ahmedabad, im Bundesstaat Gujarat, verbracht. Dort in der Nähe lebt der Stamm der Wadi. Ein ursprünglich nomadisches Volk, das sich über Jahrhunderte  seinen Lebensunterhalt mit Zaubertricks und Schlangenbeschwörung verdiente.


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