Indien ist das Zentrum fuer Spiritualitaet und Religion - jeglicher Art. Vor allem natuerlich fuer den Hinduismus, aber es gibt auch ein Zentrum bzw. einen Pilgerort fuer Buddhisten: die kleine Stadt Bodhgaya. Hier soll Buddha, als Gautama Siddhartha, unter einem Baum, genannt Boddhi-Tree, erleuchtet worden sein. Wir standen auch unter diesem Baum - einem Ableger davon, da der Originalbaum bereits eingegangen ist - zusammen mit vielen kleinen und grossen Moenchen, die im November nach Bodhgaya pilgern, um genau hier zu meditieren.
Und auch “Mini-Moenche” waren dabei. Auch auf unserer ewig langen Zugfahrt sassen wir in einem Waggon mit vielen Moenchen im Teenageralter, die alle in ihren roten Gewaendern, den Alltagsgewaendern, nach Bodhgaya pilgerten. Die orangenen oder gelben Gewandern sind die edleren und werden fuer die Zeremonien angezogen. Gegen 12 Uhr mittags rannten alle ploetzlich Richtung Bodhi-Tree, zogen die orange-farbenen Gewaender an und fingen an, zu meditieren.
Das beeindruckendste Bauwerk in Bodhgaya ist der Mahabodhi-Tempel, auch wenn es ungefaehr noch 20 weitere Tempel gibt, die wir alle gesehen haben, an den Mahabodhi-Tempel kommt keiner ran. Mit dem maiskolbenfoermigen Turm erinnerte er Pouyeh und mich ein wenig an die Tempel in Angkor, in Kambodscha!
Rund um den Mahabodhi-Tempel gibt es - wie geschrieben - weitere Tempel verschiedener Laender. Entweder ist dies der tibetische Tempel oder aus Buthan. Wir haben vergessen, vorher die Schilder vor den Tempeln zu fotografieren, so dass die Rekonstruktion nicht einfach ist.
Beeindruckend war auch eine gigantische Buddhastatue.
In Bodhgaya haben wir am ersten Abend Anton aus Neuseeland kennengelernt, der bereits seit zwei Jahren in Indien lebt und Buddhismus studiert. Ich fand es beeindruckend, wie er sein bsiheriges Leben aufgegeben hat und sich weitere drei Jahre in Indien weiterbilden will, um dann vielleicht in Australien Buddhismus zu lehren, gleichzeitig lernt er Tibetisch. Er hat uns viele praktische Tipps fuer die Weiterreise gegeben, unter anderem wie man Zugtickets online selber buchen kann.
Unser naechster Halt war Varanasi, die heilige Stadt der Hindus am Ganges. Auch hier sieht man viele Aussteiger, die sich dem Hinduismus widmen oder in einer der vielen kleinen Gassen Sitar spielen lernen, das indische Zupfinstrument.
Uns geht es uebrigens blendend (01.12.) - auch Malte ist seit mehreren Tagen wieder voellig gesund und haut ordentlich rein beim indischen Essen. Auch ich probiere die Speisekarte rauf und runter und habe schon zwei drei Lieblingsgerichte - alle mit dem indischen Kaese “Paneer”.