Man trifft sich immer mehrmals - in Südostasien. Manchmal auch vier Mal. Alba, die Spaniern, die wir bereits ganz am Anfang in Vietnam getroffen haben, dann in Hoi An, dann in Kambodscha, in Phnom Penh vergangenes Wochenende, haben wir gestern in Siem Reap wiedergesehen. An unserem letzten Abend in Kambodscha haben wir es uns richtig gut gehen lassen: einstündige Ganzkörpermassage mit anschließendem Khmer-Essen samt traditionellem Khmer-Tanz (Apsara) gemeinsam mit Alba und Luis.
Heute morgen sind wir nach Thailand aufgebrochen. Rasend schnell ging es im Taxi an die Grenze. Dort sind wir zu Fuß ein paar hundert Meter nach Thailand gelaufen. Die Grenze zwischen Poipet und dem thailändischen Aranya Prathet ist surreal: riesige Casinos säumen die Straße, alles grau in grau und staubig und der Geruch von Abfällen hängt in der Luft. Ganz leicht haben wir unsere 15-tägige Aufenthaltserlaubnis für Thailand bekommen - ohne Visum. Mit einem weiteren Stempel im Pass sind wir dann im Minibus in rekordverdächtigen zweieinhalb Stunden nach Bangkok gefahren. Unser Fahrer fuhr wie ein Berserker und wir sind nicht nur einmal fast auf andere Autos aufgefahren. In Bangkok haben wir ein wirklich sehr nettes Hotel in einer kleinen Seitenstraße der Backpackermeile Khao San gefunden. Beim Schlendern durch die Straßen bin ich dann auf eine Delikatesse gestoßen, die ich in Kambodscha noch verschmäht hatte: Maden und Heuschrecken.
Ich habe beides probiert - Pouyeh auch. Die Maden schmecken besser, fast wie Chips. Bei den Heuschrecken merkt man noch die Flügel und die Beine, die etwas zäher und krosser sind. Der Geschmack ist herber.
Da man sich hier ja immer mindestens zwei Mal wiedertrifft, haben wir relativ schnell die beiden Jungs wiedergesehen, die wir heute (01.11.) morgen an der Grenze kennen gelernt hatten: Matt aus den USA und Sander aus den Niederlanden. Beide sind zum zweiten Mal in Bangkok und wir haben nett geplaudert und ein bisschen Partyfeeling für Thailand gesammelt. Morgen findet hier das Vollmondfestival am Fluss statt mit Unmengen an Essen, Ruderbootwettbewerben und Musik. Am Dienstagabend fliegen (!!!) wir weiter nach Phuket. Wir haben uns gegen den Bus entschieden, der 14 Stunden braucht. Mit dem Flieger sind wir in eineinhalb Stunden an Thailands Stränden. Sonne tanken für die anschließende Winterzeit in Deutschland.